„Diese Entwicklung macht mich stolz“
Festakt zum 35-jährigen Jubiläum des ASB in Sachsen
„Für mich persönlich ist es eine echte Wegstrecke. Der heutige ASB in Sachsen ist das Ergebnis mutiger Schritte und vor allem engagierter Menschen, die mit Herzblut und Verantwortungsbewusst-sein unsere Organisation weiterentwickeln wollten und wollen.“ Mit diesen Worten würdigte Dr. Matthias Czech, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen, das Wirken der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Samariter:innen im Rahmen des Festaktes zu 35 Jahren ASB in Sachsen, der im Mai in Dresden stattfand.
In der Landeshauptstadt blickten die geladenen Gäste aus den sächsischen Gliederungen auf dreieinhalb Jahrzehnte Verbandsgeschichte – Jahre voller Herausforderungen, gezeichnet von Wandel, aber auch durch gemeinsame Erfolge. Dr. Matthias Czech, selbst Gründungsmitglied des Landesverbandes und seit 2007 Landesvorsitzender, erinnerte daran, dass mit den Neugründungen 1989/1990 die Geschichte des ASB in Sachsen fortgeschrieben wurde: „Diese Entwicklung macht mich sehr stolz, zumal der ASB, und das maßgeblich, bereits vor 1933 in Sachsen verwurzelt war, jedoch von den Nationalsozialisten verboten wurde und nach 1945 in der DDR nicht wieder gegründet werden durfte.“ So entstanden in Sachsen bereits 1901 in Dresden, 1904 in Leipzig und 1908 in Meißen erste Kolonnen. Die Keimzelle des ASB lag im Berlin der späten 1880er-Jahre – eine Zeit, die von der Industrialisierung im damaligen Deutschen Kaiserreich geprägt war.
Zahlreiche Neugründungen von ASB-Verbänden
Der Wiederaufbau in der damals noch existierenden DDR verlief rasant. War der Startpunkt die erste Neugründung am 10. Februar 1990 in Görlitz, so existierten bereits Ende des Jahres in allen größeren Städten sowie den meisten Landkreisen ASB-Verbände. Am 15. September 1990 wurde der Landesverband in Chemnitz gegründet. Heute zählt der ASB in Sachsen 71.000 Mitglieder und mehr als 5.700 hauptamtlich Mitarbeitende in den Pflegebereichen, in der Seniorenbetreuung, in der Kinder- und Jugendhilfe und im Rettungsdienst.
Auf die heutige Vielfalt der Orts- und Regionalverbände im Freistaat wies Dr. Uwe Martin Fichtmüller, ASB-Hauptgeschäftsführer und langjähriger Landesgeschäftsführer des ASB Sachsen, in seinem Grußwort hin. „Von der Drohnenstaffel in Dresden über die Ellywunschente in Torgau-Oschatz bis hin zur Wasserrettung beim OV Riesa – jede Gliederung hat ihr spezifisches Leistungsspektrum entwickelt, und das macht den ASB insgesamt stark.“
Neben Dr. Uwe Martin Fichtmüller gratulierten auch Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen, Kathrin Michel und Lars Rohwer, beide Abgeordnete des Deutschen Bundestages aus Sachsen, zum halbrunden Jubiläum. Richter verwies auf die Bedeutung des ASB in der paritätischen Familie: „Die Blaulichtthemen in unserem Spitzenverband besetzen Sie. Und: Lassen Sie uns gemeinsam für ein vielfältiges, solidarisches und demokratisches Sachsen eintreten.“
Hieran anknüpfend gratulierte Kathrin Michel: „Was 1989 mit ein paar mutigen Helfer:innen begann, ist heute eine Institution mit ganz viel Menschlichkeit: Danke für 35 Jahre Engagement, Nähe, Zuversicht und ganz viel rettende Tatkraft. Auf euch Samariter:innen kann man zählen, auch wenn’s mal wieder fünf nach zwölf ist.“
Und Lars Rohwer fügte hinzu: „Neu gegründet nach dem Fall der Mauer, hat sich der ASB einen respektablen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft erarbeitet.“ Er betonte den Einsatz des ASB im Bevölkerungsschutz: „Der Einsatz in diesem Bereich wird zu einem Großteil durch Ehrenamtliche geleistet. Ich danke für deren unermüdliches Engagement.“ Insgesamt sind beim ASB sachsenweit etwa 1.000 Menschen in verschiedenen Ehrenamtsfeldern aktiv.
Text: Martin Gey
Gruppenbild mit ASB-Biber (v. l.): Dr. Matthias Czech, Vorsitzender ASB-Landesverband Sachsen, Lars Rohwer, Kathrin Michel (Abgeordnete im Deutschen Bundestag), Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen, und ASB-Landesgeschäftsführer Matz Mattern am Rande des Festaktes am 24. Mai 2025 in Dresden.